Das war 2020 im Europahaus

#Huagacht 16.12.2020

Foto: Mia Maria Knoll

„Flexibilität“ ist ein dehnbarer Begriff!

 

Das Team im Europahaus schreibt sich seit Jahren „Flexibilität“ auf seine Fahnen, mit unserer jahrelangen Erfahrung und aufgrund unseres eingespielten Teams konnten wir immer schnell & lösungsorientiert auf Wünsche & Herausforderungen unserer Kunden reagieren. Das Jahr 2020 war in dieser Hinsicht ein sehr anspruchsvoller Kunde!

 

Der Europahaus-Rückblick 2020 im Kongressbereich ist (leider) schnell abgehakt:


  • Lyconet Kick-off mit 400 internationalen Teilnehmern im Jänner
  • Ein einziger Seminartermin der Jürgen Höller Academy im Juli mit 50 Teilnehmern aus dem DACH-Raum
  • Kleine Sitzungen von Gemeinde, Tourismusverband & regionalen Vereinen


 

Sämtliche Veranstaltungen der Jürgen Höller Academy im Oktober, November & Dezember mussten aufgrund der Planungsunsicherheit und der Reisewarnung abgesagt werden. Auch die bereits seit mehr als 30 Jahren zwei Mal im Jahr stattfindenden Repetitorien der Uni Köln mussten beide abgesagt werden. Mehr als einmal standen wir tagungstechnisch mit fertigem Set-Up in den Startlöchern und wurden dann von der Regierung wieder gestoppt!

„Kultur ist nicht alles, aber ohne Kultur ist alles nichts“

 

Nachdem uns im März die Tore geschlossen wurden, kehrten wir uns nach Innen und hinterfragten erneut: Wofür brennen wir? Was macht uns und unser Haus aus? Wir nutzten die Zeit, um alte Pendenzen aufzuarbeiten und abzuschließen sowie neue Ideen und Konzepte entstehen und wachsen zu lassen.

 

Während es dann im Sommer bei vielen „back to usual business“ hieß, hatten Veranstaltungen (ehrlich gesagt: unverhältnismäßig) strengen Richtlinien zu folgen. Wir beschäftigten uns intensiv mit der Implementierung und Umsetzung dieser Richtlinien in unserem Haus. Im Zuge dessen absolvierten wir auch den Kurs zum Covid-19 Beauftragten und obwohl uns dieser ein hoffnungsloses Gefühl vermittelte, starteten wir gemeinsam mit der Volksbühne Mayrhofen Ende August in den Kultursommer. Auch unsere Freunde vom Seniorenbund Oberösterreich ließen es sich Anfang September nicht nehmen, an der 19. Aktivwoche in Mayrhofen teilzunehmen! Mit Abstand und Contact Tracing konnten wir einen Tiroler Abend und das Wunschkonzert mit Franz Posch durchführen. Auch der Ultraks Mayrhofen mit 700 internationalen Läufern konnte sicher und vorbildlich im September durchgeführt werden, verschoben vom Juni.

 

Allen Widerständen zum Trotz wurde auch der Waldfestplatz für ein neues Format genutzt: Unser „Musicknick im Wald“ feierte am 19. September mit Saltbrennt & Cotton Underwear erfolgreich seine Premiere. Dem Konzert der Mayrhofner am eigentlichen Almabtriebswochenende kam dann schon die Reisewarnung Deutschlands in die Quere – der erste Vorbote, im Nachhinein gesehen. Durchgeführt haben wir den Abend trotzdem – in einem sehr familiären und exklusiven Ambiente.

 

Monatelang beschäftigten wir uns im Europahaus mit Präventionskonzepten, Abstandsregeln, Hygienemaßnahmen, dem Leiten von Besucherströmen, haben gewohnte Veranstaltungen coronakonform umgesetzt, neue Veranstaltungsformate ins Leben gerufen – alles mit Erfolg und ohne „Coronafolgen“. Wurden wir von der Bundesregierung außer Gefecht gesetzt und mussten unsere Türen schließen, wollten wir im späten Herbst einfach ein bisschen Kulturleben in die Region hauchen. Geplant waren im November drei Kulturabende, darunter auch eine „light“-Version des MITANONDs zugunsten Zillertaler helfen Zillertalern. Auch diese Müh‘ war letzlich vergebens, dank Veranstaltungsverboten und schließlich Lockdown 2.0.

Wie es 2021 weitergeht, wissen wir noch nicht. Doch: „In der Minute an der du ans Aufgeben denkst, denke daran warum du so lange durchgehalten hast“ (Natsu Dragneel, Fairy Tail). Und so glauben wir einfach weiter fest dran, dass es auch für uns bald wieder „weitergehen“ wird. Wir machen uns auf die Suche nach neuen Formaten, Künstlern, Programmen, Ideen... Denn manchmal ist aufgeben auch ganz gut, um danach wieder neu anzufangen…!